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Südkoreas FSC plant umfassendes Gesetz zu digitalen Vermögenswerten, Stablecoins und 22%-Krypto-Steuer gleichzeitig auf der Agenda

2026-07-29

Die südkoreanische Finanzaufsicht (Financial Services Commission, FSC) bereitet ein staatlich geführtes, umfassendes Gesetz zu digitalen Vermögenswerten vor. Laut Cointelegraph-Bericht soll dieses Gesetz sowohl die Ausgabe von Stablecoins als auch die Regulierung von Börsen abdecken – zwei Bereiche, die bisher in unterschiedlichen Regelwerken verstreut waren. Parallel dazu gibt es auf der Steuerseite eine gegenläufige Bewegung: Abgeordnete der Opposition treiben die Abschaffung der ab 2027 geltenden 22%-Einkommensteuer auf Krypto-Vermögenswerte voran. Das heißt: Südkorea muss in ein und demselben Gesetzgebungszyklus zwei entgegengesetzte Dinge behandeln – Stablecoins in ein Lizenzsystem einbinden (Verschärfung) und möglicherweise die Besteuerung von Krypto-Gewinnen aufheben (Lockerung). Die offizielle Position der FSC und der Gesetzestext selbst sind auf der englischen FSC-Website maßgeblich; derzeit liegen nur Informationen auf Berichtsebene vor.

Redaktionelle Einordnung: Was bedeutet das für die USDT-Karte in Ihrer Hand?

Zunächst zur Abgrenzung: Diese Nachricht betrifft die Ausgabe- und Börsenseite, nicht die Kartenbin-Seite. Die südkoreanische FSC kann durch innerstaatliche Gesetzgebung nicht direkt die Nutzbarkeit einer virtuellen Karte ändern, die von einem ausländischen Institut ausgegeben wird und über das Visa/Mastercard-Clearingnetzwerk läuft. Wenn Sie also als südkoreanischer Einwohner eine mit USDT aufgeladene Karte eines ausländischen Kartenherausgebers nutzen, um ChatGPT, Cursor oder AWS zu bezahlen, wird Ihre Karte durch diesen Gesetzesentwurf kurzfristig nicht funktionsunfähig.

Wirklich betroffen sind drei Bereiche:

Erwartete Zeitfenster: In den nächsten 7 Tagen ist keine Handlung nötig. In den nächsten 30 Tagen lohnt sich ein Blick darauf, ob der Gesetzestext Stablecoins in die Definition von “Zahlungsmittel” aufnimmt. In den nächsten 90 Tagen könnten sich, sollte das Gesetz ins Parlament gehen, die Abhebungsregeln der Börsen bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes selbst verschärfen – das ist bei früheren Regulierungsrunden in Südkorea üblich gewesen, die Plattformen handeln stets einen Schritt voraus.

Unsere Einschätzung zu konkreten Karten: Produkte mit asiatisch-pazifischer Routenführung und höheren Anforderungen an die Übereinstimmung von Konto und IP sind von Schwankungen im Ein-/Auszahlungsbereich weniger indirekt betroffen, da ihr Aufladeweg nicht von südkoreanischen Bankkanälen abhängt. Die Asia-Elite-Variante in der MPCard-Bewertung fällt in diese Kategorie; eigene Börsenkarten wie die Bybit Card sind naturgemäß enger an die Regulierungsagenda der Börsen gebunden – bei Inkrafttreten des Gesetzes wären vorrangig deren Compliance-Maßnahmen betroffen. Einen Vergleich für südkoreanische Nutzer bietet unsere USDT-Kartenempfehlung für Südkorea. Ob eine Karte für südkoreanische Einwohner verfügbar ist und welche KYC-Unterlagen benötigt werden, entnehmen Sie bitte den offiziellen Seiten der jeweiligen Kartenherausgeber.

Historischer Vergleich: Was unterscheidet dies von 2021 und 2024

Was gleich bleibt: Der Rhythmus der südkoreanischen Regulierung war stets “Plattformen handeln zuerst, das Gesetz folgt später”. Vor und nach Inkrafttreten der Novelle des Gesetzes über spezifische Finanzinformationen (특정금융정보법) im September 2021 zogen sich zahlreiche kleinere und mittlere Börsen, die die Registrierung von Klarnamenkonten nicht abgeschlossen hatten, massenhaft vom Markt zurück. Vor Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz von Nutzern virtueller Vermögenswerte (Virtual Asset User Protection Act) im Juli 2024 passten Börsen bereits vorab die getrennte Verwahrung von Nutzervermögen und die Überwachung ungewöhnlicher Transaktionen an. Beide Male galt: 1-3 Monate vor dem Inkrafttreten des Gesetzes veränderte sich zuerst die Nutzererfahrung. Es gibt keinen Grund, warum dies diesmal anders sein sollte.

Zwei Unterschiede gibt es allerdings. Erstens: Bei den beiden vorherigen Gesetzgebungsrunden standen Börsen im Zentrum, Stablecoins waren nur ein Nebenaspekt. Diesmal sind Stablecoins die Hauptsache, und es geht um die langjährig zurückhaltende Position der Bank of Korea gegenüber Ausgebern von Won-Stablecoins – die Frage der Aufgabenteilung zwischen Währungshoheit und Finanzaufsicht kam in den vorherigen beiden Runden überhaupt nicht vor. Zweitens: Die vorherigen beiden Runden bedeuteten reine Verschärfung, diesmal stehen Verschärfung und Steuersenkung gleichzeitig auf der Agenda – das endgültige Ergebnis hängt vom politischen Kräftespiel ab, nicht nur von regulatorischer Technik.

Ein dritter lohnenswerter Vergleichspunkt ist die EU-Verordnung MiCAR: Die Stablecoin-Bestimmungen traten bereits am 30. Juni 2024 in Kraft, ein halbes Jahr vor den CASP-Bestimmungen. Ergebnis war, dass mehrere nicht konforme Stablecoins von europäischen Börsen delistet wurden. Sollte Südkorea eine ähnliche “Stablecoins zuerst”-Reihenfolge anwenden, werden zuerst Listings und Abhebungen betroffen sein, nicht die Kartenausgabe – das deckt sich mit unserer Einschätzung zum Wirkungspfad dieses Ereignisses.

Compliance-Grenzen: Wo derzeit Grauzonen bestehen

Es muss klar gesagt werden: USDT zum Aufladen einer ausländischen virtuellen Karte zu verwenden und damit auszugeben, ist in Südkorea derzeit weder ausdrücklich verboten noch ausdrücklich erlaubt. Es handelt sich um eine Grauzone – es gibt weder eine speziell autorisierende noch eine verbietende Vorschrift. Die tatsächliche Beschränkung ergibt sich aus den Abhebungsregeln der Börsen, den regionalen Zulassungsrichtlinien der Kartenherausgeber und einer möglicherweise künftig eingeführten steuerlichen Einordnung. Dies unterscheidet sich stark von der Handhabung in anderen ostasiatischen Jurisdiktionen: Zum Vergleich siehe unseren Compliance-Leitfaden für Japan zur Form von “erlaubt, aber eingeschränkt” auf dem lizenzbasierten Weg, sowie unseren Compliance-Leitfaden für Hongkong als Beispiel für eine gestaffelte Regulierung mit der Stablecoin-Verordnung im Zentrum. usdtcard.net hat noch keine eigene Compliance-Seite für Südkorea online gestellt; die Einschätzungen in diesem Artikel basieren auf öffentlichen Stellungnahmen von FSC und BOK sowie Presseberichten und stellen keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar.

Vier Punkte, die es in nächster Zeit zu beobachten gilt

  1. Veröffentlichungsdatum des Gesetzestexts: Die Rubrik zur Gesetzesankündigung (입법예고) auf der FSC-Website beobachten – wichtig ist, ob Stablecoins als “Zahlungsmittel” definiert werden und ob für im Ausland ausgegebene Stablecoins Listing-Bedingungen festgelegt werden.
  2. Zulassungsvoraussetzungen für Ausgeber von Won-Stablecoins: Die Formulierung zur Aufgabenteilung zwischen Banken und Nicht-Banken entscheidet über die Kompetenzverteilung zwischen BOK und FSC.
  3. Parlamentarischer Fortschritt bei der 22%-Steuer: Abschaffung, erneute Verschiebung, oder Inkrafttreten wie ursprünglich für 2027 geplant. Jedes dieser Ergebnisse verändert die Dringlichkeit der Frage, ob Kartenausgaben eine steuerpflichtige Veräußerung darstellen.
  4. Abhebungsankündigungen südkoreanischer Börsen: Dies ist der früheste Frühindikator, in der Regel 1-3 Monate vor Inkrafttreten des Gesetzes.

Redaktionelle Empf