Deutsch · 中文 · English

US-Bankenbranche übt gemeinsam Druck auf CLARITY-Gesetz-Zinsklausel für Stablecoins aus – Wird Ihre USDT-Cashback-Karte betroffen sein?

2026-07-15

Die US-Bankenbranche übt gemeinsam Druck auf den Kongress aus, um die vage formulierten Zinsklauseln für Stablecoins im CLARITY-Gesetz zu verschärfen. Laut Tokenpost-Bericht haben die American Bankers Association (ABA), die Independent Community Bankers of America (ICBA) sowie 76 bundesstaatliche Bankenverbände am 13. Juli (Ortszeit) einen gemeinsamen Brief an die Führung des Senats gerichtet. Darin wird darauf hingewiesen, dass die drei Begriffe „interest” (Zinsen), „yield” (Ertrag) und „rewards” (Prämien) im Gesetzentwurf zu Stablecoins unklar definiert sind. Die Banken argumentieren, dass eine vage Formulierung dazu führen könnte, dass Zahlungs-Stablecoins faktisch zur Alternative für Bankeinlagen werden und damit einen „Deposit Flight” (Abfluss von Einlagen) auslösen. Ihre Forderung: Zahlungs-Stablecoins sollen strikt auf die Funktion als „Zahlungsmittel” beschränkt bleiben, und jede verdeckte Prämienstruktur, die das „Zinsverbot” umgeht, soll unterbunden werden.

Redaktionelle Einordnung: Diese Nachricht trifft eigentlich „Cashback”, nicht „Zahlungsverkehr”

Vorab das Fazit: Das Ziel dieser Lobbyaktion ist nicht die Kartenfunktion von USDT-Karten, sondern das Geschäftsmodell, bei dem Kartenanbieter Zinsen oder hohe Cashback-Beträge auf Ihr Stablecoin-Guthaben zahlen.

Die Funktionsweise der meisten USDT-Kreditkarten besteht darin, das aufgeladene USDT als Ausgabelimit zu nutzen und beim Bezahlen in Echtzeit umzurechnen und abzurechnen – dies ist eine reine „Zahlungsmittel”-Nutzung und liegt genau innerhalb der Grenze, die die Bankenbranche akzeptieren würde. Diese grundlegende Zahlungsfunktion ist von der aktuellen Klauseldebatte kaum betroffen, etwa die auf asiatisch-pazifischen Routing basierende virtuelle Visa-Karte MPCard in der Variante Asia Elite, die selbst nicht auf „Zinsen auf gehaltenes Guthaben” als Verkaufsargument setzt.

Tatsächlich im Risikobereich befinden sich zwei Kategorien von Modellen:

Erwarteter Zeitrahmen: Es handelt sich bisher nur um einen gemeinsamen Brief, nicht um ein Gesetzgebungsergebnis. Innerhalb von 7 Tagen wird sich an keinem Kartenprodukt etwas ändern; innerhalb von 30 Tagen ist zu beobachten, ob der Senat diese Klausel in eine offizielle Überarbeitung aufnimmt; innerhalb von 90 Tagen, falls das CLARITY-Gesetz zur Abstimmung kommt, könnten sich für Stablecoin-Zins- und Cashback-Produkte für US-Privatkunden erste substanzielle Anpassungen ergeben. Nutzer von grundlegenden Zahlungs-USDT-Karten müssen in dieser Zeit nichts unternehmen.

Historischer Vergleich: Parallelen zum USDC-Depeg 2023 und den MiCAR-E-Geld-Token-Klauseln

Die zentrale Forderung der Bankenbranche – „Zahlungs-Stablecoins dürfen keine Zinsen zahlen” – ist keine neue Idee, sondern ein bekannter roter Faden europäisch-amerikanischer Regulierung.

Regulatorische Grenzen: Was ist derzeit Grauzone, was ist bereits klar geregelt

Für USDT-Kartennutzer sind drei Linien zu unterscheiden:

Leser in den USA können sich in unserem US-Compliance-Leitfaden über die aktuelle Struktur der Bundes- und einzelstaatlichen Regulierung informieren. Zu beachten ist: Diese Gesetzgebung richtet sich an in den USA ausgegebene Stablecoin-Produkte für US-Privatkunden. Für Nutzer, die eine Karte über asiatisch-pazifische oder andere Offshore-Routen halten, ist die direkte rechtliche Bindung begrenzt – die globale Compliance-Strategie der Kartenanbieter könnte jedoch indirekt betroffen sein.

Wichtige Meilensteine, die es zu beobachten gilt

Redaktionelle Empfehlung

Wir verfolgen die Überarbeitung des CLARITY-Gesetzes im Senat weiter und aktualisieren die betreffenden Kartentests, sobald es substanzielle Änderungen bei den Cashback-Regeln gibt.