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Asia-Pacific · USDT card guide

Thailand

TH

Die thailändische SEC vergibt unter dem Notstandsdekret über digitale Vermögenswerte Lizenzen an Börsen und Digital-Asset-Unternehmen, verbietet digitale Vermögenswerte jedoch als Zahlungsmittel; USDT-Karten lassen sich weiterhin für Ausgaben im Ausland und grenzüberschreitende Abrechnungen nutzen, für die Umwandlung in Baht ist jedoch eine lizenzierte Börse wie Bitkub…

Currency
THB
Region
Asia-Pacific
Regulator
Thailändische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC Thailand)
Usage risk
Medium risk

Thailands Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten gehört zu den widersprüchlicheren im asiatisch-pazifischen Raum: Einerseits vergibt die SEC unter dem 2018 erlassenen Notstandsdekret über digitale Vermögenswerte (Emergency Decree on Digital Asset Businesses) Lizenzen an Börsen, Broker und ICO-Portale — lokale Börsen wie Bitkub, Bitazza und Upbit Thailand sind allesamt lizenziert. Andererseits haben SEC und Bank of Thailand gemeinsam erklärt, dass digitale Vermögenswerte ausdrücklich nicht als Zahlungsmittel für Waren oder Dienstleistungen verwendet werden dürfen.

Für normale Nutzer bedeutet das: Der Besitz von USDT ist vollständig legal, ebenso der Kauf und Verkauf von USDT über lizenzierte Börsen — direktes Bezahlen von Kaffee oder Miete mit USDT ist hingegen nicht erlaubt.

USDT-Virtual-Cards bewegen sich genau in dieser Grauzone: Auf der Händlerseite läuft die Karte über den Visa-/Mastercard-Kanal, der Händler erhält eine Abrechnung in Baht oder der Landeswährung und sieht keine USDT. Ein explizites Verbot für Privatpersonen, ausländische USDT-Karten zu besitzen, gibt es aktuell nicht — allerdings binden Kartenanbieter ihre Dienste in der Regel nicht aktiv an thailändische Lokalbanken an.

Regulierung und Legalität

Zuständige Behörde ist die thailändische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC Thailand), in Zusammenarbeit mit der Bank of Thailand und dem Anti-Money Laundering Office (AMLO). Wichtige Zeitpunkte:

Praktische Auswirkungen auf USDT-Karten:

Wer geschäftlich USDT-Zahlungen entgegennehmen möchte, sollte den Händlerkanal lizenzierter Börsen wie Bitkub nutzen — nicht eine private Karte.

Verfügbare USDT-Karten

Aus unserer Whitelist sind für Nutzer in Thailand folgende drei Karten praktisch am besten nutzbar:

Vergleiche und detailliertere Gebühren finden Sie auf der Sammelseite Asien-Pazifik und bei den Empfehlungen für niedrige Gebühren. Vermeiden Sie Karten, die für thailändische IP-Adressen oder Personalausweise vollständig gesperrt sind (etwa die rein US-amerikanische Coinbase Card) — dort scheitert der KYC-Prozess direkt.

Aufladung und lokale Zahlungen: Wie wird Baht zu USDT

Der typische Ablauf für Nutzer in Thailand:

  1. Baht-Einzahlung bei Bitkub (oder Bitazza) — per PromptPay-Überweisung von einem lokalen Bankkonto (SCB, Kasikorn, Bangkok Bank), fast sofortige Gutschrift
  2. USDT (TRC20 / ERC20) bei Bitkub kaufen
  3. Auszahlung an die Aufladeadresse der USDT-Karte (auf die richtige Chain achten — TRC20 hat niedrige Gebühren, ERC20 ist langsamer und teurer)
  4. Kartenguthaben wird gutgeschrieben, dann kann bezahlt werden

Stolpersteine:

Der umgekehrte Weg (USDT zu Baht) folgt dem gleichen Ablauf in umgekehrter Reihenfolge.

Steuern

Die offizielle steuerliche Position Thailands zu Kryptowährungen stammt vom Revenue Department:

Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei größeren Jahresausgaben über eine USDT-Karte oder wenn Sie steuerlich in Thailand ansässig sind, wenden Sie sich an einen lokalen Steuerberater. Hinweise des Revenue Department finden Sie auf der Website der Steuerbehörde.

Redaktionsempfehlung

Do:

Don’t:

Einen vollständigen Compliance-Vergleich für den asiatisch-pazifischen Raum finden Sie auf der Compliance-Seite Japan, der Compliance-Seite Hongkong und der Compliance-Seite Singapur — Thailands regulatorischer Rahmen ähnelt konzeptionell dem der MAS in Singapur, unterscheidet sich jedoch in der praktischen Durchsetzung.

Sources

FAQ

Q. Ist der Besitz von USDT in Thailand legal?
Ja. Die SEC stuft USDT als digitalen Vermögenswert ein, der bei lizenzierten Börsen gehandelt und gehalten werden darf, jedoch nicht als Zahlungsmittel gegenüber Händlern eingesetzt werden darf.
Q. Kann man mit einer USDT-Karte in thailändischen Convenience-Stores wie 7-Eleven direkt bezahlen?
Die Karte selbst läuft über den Visa/Mastercard-Kanal, der Händler sieht also eine normale Kartenzahlung. Die dahinterliegende USDT-Abrechnung befindet sich derzeit jedoch in einer regulatorischen Grauzone.
Q. Kann ich mit einer USDT-Karte Baht-Bargeld abheben?
Technisch ist eine Abhebung am Geldautomaten möglich, allerdings werden dabei der Wechselkurs des Kartenausstellers sowie Geldautomatengebühren berechnet — das ist teurer, als USDT direkt bei Bitkub gegen Baht zu verkaufen.
Q. Welche USDT-Karte ist für Menschen in Thailand am zuverlässigsten?
MPCard mit seiner asiatisch-pazifischen Route ist gegenüber thailändischen IP-Adressen und Konten vergleichsweise freundlich; Bybit Card und OKX Card setzen ein bestandenes KYC ohne regionale Einschränkung des Kontos voraus.
Q. Müssen Ausgaben mit der USDT-Karte versteuert werden?
Für Ausgaben im Ausland gibt es derzeit keine eindeutige Regelung zur Umsatzsteuerpflicht, aber Kapitalgewinne aus dem Umtausch von USDT gelten theoretisch als steuerpflichtiges Einkommen. Dies ist keine Steuerberatung — bitte wenden Sie sich an einen lokalen Steuerberater.